Startseite > Ausstellung > Inhalt

Coprozessor Moderne Coprozessoren

Mar 14, 2019

Ab 2001 sind dedizierte Grafikprozessoren (GPUs) in Form von Grafikkarten an der Tagesordnung. Bestimmte Modelle von Soundkarten wurden bereits 1990 bis 1994 mit speziellen Prozessoren ausgestattet, die digitale Mehrkanalmischung und Echtzeit-DSP-Effekte bieten (typische Beispiele sind Gravis Ultrasound und Sound Blaster AWE32), während Sound Blaster Audigy und Sound Blaster X -FI sind neuere Beispiele.


Im Jahr 2006 kündigte AGEIA eine Add-In-Karte für Computer mit dem Namen PhysX PPU an. PhysX wurde für die Durchführung komplexer physikalischer Berechnungen entwickelt, damit CPU und GPU diese zeitaufwendigen Berechnungen nicht durchführen müssen. Es wurde für Videospiele entwickelt, obwohl theoretisch andere mathematische Verwendungen dafür entwickelt werden könnten. Im Jahr 2008 kaufte Nvidia das Unternehmen und stellte die PhysX-Kartenlinie aus. Die Funktionalität wurde durch Software ergänzt, die es ihren GPUs ermöglicht, PhysX auf Kernen zu rendern, die normalerweise für die Grafikverarbeitung verwendet werden, und zwar unter Verwendung ihrer Nvidia PhysX-Engine-Software.


Im Jahr 2006 stellte BigFoot Systems eine PCI-Zusatzkarte vor, die den Namen KillerNIC erhielt und einen eigenen Linux-Kernel auf einem FreeScale PowerQUICC mit 400 MHz ausführte. Der FreeScale-Chip wurde als Network Processing Unit (NPU) bezeichnet.


Die SpursEngine ist eine medienorientierte Zusatzkarte mit einem Coprozessor, der auf der Mikroarchitektur von Cell basiert. Die SPUs sind selbst Vektor-Coprozessoren.


2008 veröffentlichte die Khronos Group OpenCL mit dem Ziel, Allzweck-CPUs, ATI / AMD- und Nvidia-GPUs (und andere Beschleuniger) mit einer einzigen gemeinsamen Sprache für Rechenkerne zu unterstützen.


In den 2010er Jahren hatten einige mobile Rechengeräte den Sensor-Hub als Coprozessor implementiert. Beispiele für Coprozessoren, die für die Sensorintegration in Mobilgeräten verwendet werden, sind die Apple M7- und M8-Motion-Coprozessoren, Qualcomm Snapdragon Sensor Core und Qualcomm Hexagon sowie die Holographic Processing Unit für Microsoft HoloLens.


Im Jahr 2012 kündigte Intel den Intel Xeon Phi Coprozessor an.


Ab 2016 entwickeln verschiedene Unternehmen Coprozessoren, mit denen künstliche neuronale Netze für das Sehen und andere kognitive Aufgaben beschleunigt werden sollen (z. B. Bildverarbeitungseinheiten, TrueNorth und Zeroth). Ab 2018 sind solche AI-Chips in Smartphones wie z Mehrere Anbieter von Android-Handys.